Traditionelles Gartentreffen zwischen Sommer- und Herbsttermin im Internet-Rosengarten am Pfarrhaus in Hetzdorf [Gastbeitrag]

Gartentreffen

Am 21.08.2021 trafen wir uns traditionsgemäß in der Hälfte des Gartenjahres bei einem unserer Mitglieder. Dieses Mal waren wir in Hetzdorf im Internet- Rosengarten am Pfarrhaus. Wir wurden sehr liebevoll empfangen. Schon an der Haustür wurden wir von einem Aufsteller begrüßt. Sehr viel Liebe und Mühe wurde in die Vorbereitung gesteckt. Im Gemeinderaum wartete auf uns eine großzügige Kaffeetafel, die von Frau Büscheck und ihrer fleißigen Hilfe, hergerichtet war.  Leider konnten wir nicht alle Plätze füllen, denn einige, die sich angemeldet hatten, kamen leider nicht.

Bei Kaffee und Kuchen entwickelte sich ein lockeres Gespräch rund um den Garten. Wie dieses Jahr das Wetter das Wachstum im Garten beeinflusst hatte, die Größe der Kartoffeln, sind die Gartentermine richtig gewählt u. v. m. Unter Gärtnern wird es nicht langweilig und der Gesprächsstoff geht nicht aus.

Die Gartenbesichtigung war für uns auch interessant, denn ein Internet- Garten ist einmalig. Die Planung für diesen außergewöhnlichen Garten wurde durch Frau Lorenz, ein ehemaliges Mitglied in unserer Aktion „Offene Gärten UM“, übernommen. Sie und ihr leider schon verstorbener Ehemann, hatten in Dolgen einen wunderschönen Garten. Auch in diesem Garten in Hetzdorf war Frau Lorenz Handschrift erkennbar. Viele seltene Rosensorten konnten wir bestaunen. Rosen, die einmal im Jahr blühen und mehrfach im Jahr blühende. Kletterrosen, Busch- und Beetrosen, Wildrosen, alte Rosensorten usw. Meistens beschriftet, wer der Stifter ist und war. Für Rosenfreunde eine wahre Pfundgrube. Wir nahmen uns viel Zeit und gingen von Sorte zu Sorte. Auch wenn der Rosengarten noch wachsen würde, gäbe es dafür ausreichend Platz.

Anschließend gingen wir noch in die Kirche von Hetzdorf. Sie stammt aus dem Mittelalter und ist ein imposanter Bau aus behauenen Feldsteinen mit einem passenden Glockenturm dazu. Sie stammt aus der frühen Zeit der Gotik. Am Eingang sind romanische Elemente noch sichtbar. Der dreigeschossige Altaraufsatz aus der Zeit der Renaissance ist reich verziert. In der Kirche gab es noch eine Bilderausstellung von einer Neubrandenburger Künstlerin.

Es war ein sehr schöner Nachmittag mit vielen Fassetten der Kunst. Gartenkunst, Bildende Kunst und sakrale Kunst mit Kunstgeschichte des Mittelalters und Architektur aus dieser Zeit.

Wir danken den beiden Initiatorinnen des Nachmittags und freuen uns schon auf das nächste Treffen im Jahr 2022 bei dem Ehepaar Penzel in Beenz in der Gemeinde NWU.

Geschrieben von Regina Klaus.

Erwin und Regina Klaus
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Der Frühling ist da! [Gastbeitrag]

Seit dem Start des Blogs hat uns Frau Klaus immer rege unterstützt und Texte und Bilder geschickt zum Thema Offene Gärten Uckermark. Diese haben wir gerne hier geteilt und veröffentlicht und so freuen wir uns das sich jetzt auch Familie Klamann die Mühe machte und uns folgende Zeilen schrieb und einige Bilder mit schickte. Auch Frau Klaus schickte uns wieder ein paar Zeilen und Bilder, die wir hier gerne mit in diesen Beitrag einbinden. Viel Spaß.


Beitrag Familie Klamann

Liebe Gartenfreunde, es ist doch erstaunlich wie schnell sich die Natur verändert. Gerade hatten wir hier in der Uckermark Anfang März noch minus 16 Grad und endlich konnten die jüngsten Enkelkinder auch Schnee erleben. Man konnte sich also nur an den Blüten erfreuen, die im Zimmer ihre Pracht zeigen wie die Clivia oder das Brutblatt. Und dann Mitte März wagen sich die ersten Frühlingsblüher ans Licht. Das stimmt doch optimistisch in so vielfacher Hinsicht. Wir werden berichten wie es weiter geht!

Familie Klamann
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Beitrag Familie Klaus

Am 13./14.03.2021 von 11:00- 15:00 Uhr waren wir wieder bereit für unsere Gäste. Unser Motto war“ Der Frühling ist da“. Am Sonnabend spielte das Wetter überhaupt nicht mit. Es regnete, stürmte, war kalt und unfreundlich. 2 Besucher hatten sich verirrt. Sie kamen, als wir schon längst geschlossen hatten.  Unsere Frühjahrsblüherwiese bot einen traurigen Anblick. Die vielen Krokusse, Schneeglöckchen waren total geschlossen. Sie wollten sich nicht zeigen. 

Hatten wir den Termin zu früh angesetzt, ist das wirklich keine Freude in Frühjahrsgärten zu gehen? 

Uns kamen schon Zweifel, für das nächste Jahr! Aber dann kam der Sonntag!! Im Laufe des Vormittags, über Mittag und am frühen Nachmittag—-insgesamt waren es dann am Wochenende doch 20 Personen!!! Wir waren sehr zufrieden. Besucher, die sich freuten, endlich mal ein Ausflugsziel gefunden zu haben, begegneten uns. Sie stellten viele Fragen. Freuten sich über alles, was blühte. Waren sehr dankbar. Es wäre schön, wenn mehr Gärten, diesem Beispiel folgen würden, denn es wurde immer gefragt, wo man noch hinkönnte. Wir mussten sagen, dass es in dieser Gegend so etwas nicht gibt. Natürlich blühen um diese Jahreszeit keine Rosen, die Lieblingsblume der Besucher, aber gibt es nicht auch andere Sehenswürdigkeiten in einem Garten??? Die vielen Strukturen an den Bäumen, an den Sträuchern, der Garten in seiner Gesamtheit, die Wegeführung, Die Pflanzen, die auch jetzt in den Beeten noch ein Bild erkennen lassen, usw., das alles sind Erkenntnisse, die man im Sommer nicht gewinnen kann, wenn alles grün ist. 

Als wir dann am Abend die Besucherzahlen mit dem Vorjahr verglichen haben, merkten wir sogar, dass ein Anstieg zu verzeichnen war. 

Für das nächste Jahr haben wir nicht den Glauben an die garteninteressierten Besucher verloren, sondern am 15./16.01.2022 (Wie sieht ein im Herbst vorbereiteter Garten für den Winter aus?) und am 12./13.03.2022 wieder unser Thema (Der Frühlingsgarten) öffnen wir wieder unseren Landschaftsgarten in Christianenhof.

Erwin und Regina Klaus
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Der Übergang vom alten zum neuen Gartenjahr- Von 2020 zu 2021!

Jeden Tag habe ich in unserem Landschaftsgarten meine Runden drehen können. Wozu ich in anderen Jahren mir nicht die Zeit genommen habe. Aber jetzt war sie da. Immer um die Mittagszeit habe ich mit meinem Fotoapparat festgehalten, was zum Vortag in der Natur passierte. Es ist doch beachtlich zu sehen, wenn die Temperaturen in den Plusbereich gehen, wie schnell die Pflanzen so Wärme aufnehmen.

Hainbuchenareal mit Kunst von T. Jäckel
Hainbuchenareal mit Kunst von T. Jäckel


Das Fotografieren ist zu meinem neuen Thema geworden. Seit einigen Jahren versuche ich immer tiefer in diese Materie einzudringen. Am Anfang war alles neu. Die Motivauswahl, die Bildgestaltung, der digitale Fotoapparat überhaupt und unser riesiger Garten. Wie gestalte ich ein spannendes Bild? Wie kann ich meinen Blick trainieren? Was kann man auch in einer Jahreszeit, wie jetzt sehen, wo doch kaum etwas blüht? Viele Fragen bewegen mich. In dieser Zeit, wo man das Gefühl hat, alles steht still, ist die Fotografie in der Natur bei schlechtem und schönem Wetter eine willkommene Abwechslung.


Jeden Tag 10 Bilder, im Anschluss auf dem Laptop begutachten, sofort aussortieren und an den gelungenen Bildern sich erfreuen. Das hilft auch mir über trübe Stunden hinweg. Der Schatz an Erinnerungen wird immer größer.
Wenn man sich ein Thema für das Fotografieren vornimmt, geht auch nicht alles wild durcheinander. Es ist vorher wichtig, sich im Klaren zu sein, worauf man sein Augenmerk richten möchte. Sind es im Garten Knospen, Baumrinden, filigrane Gräser, Areale, die besonders gestaltet sind, sind es Strukturen usw. Es gibt also auch im Januar im Garten viel zu entdecken, und er ist nicht langweilig. Dafür muss man ihn aber ständig belaufen, sonst geht der Blick wieder verloren!

Filigraner Grashalm


So werde ich auch, bis wir vielleicht zum 1. offenen Gartentermin am 13./14.03.2021, meine Fotorunden weiterdrehen und anderen, die diesen Beitrag lesen meine Erfahrungen mit Corona- Fotografie- Garten mitteilen können.
Im Übrigen sind wir im realen Leben eigentlich eine kleine Fotogruppe, die sich alle 14 Tage trifft, was ja nun nicht geht. Aber unsere Medien geben soviel her, dass man trotzdem im regen Austausch stehen kann, wenn man das möchte und sich der Technik nicht verweigert. Das werden wir auch noch so lange machen, bis wir wieder andere Möglichkeiten haben. Sehr würden wir uns freuen falls noch Fotobegeisterte zu uns stoßen und mit uns diese Leidenschaft versuchen zu teilen.


Bis zu meinem nächsten Beitrag in diesem Blog alles Gute und immer ein gutes Auge.

Erwin und Regina Klaus
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Quittengelee selber herstellen

Die Quitten haben wir schon vor drei bis vier Wochen von den Bäumen geerntet. Der Ertrag war in diesem Jahr sehr gut. Die reifen Quitten duften schön süßlich und fruchtig. Da bekommt man richtig Lust Quittengelee einzukochen. Und so wirds gemacht:

Als erstes müssen die Quitten geputzt werden. Am einfachsten geht das mit einer Gemüsebürste und Wasser. Wer seinen Saft für das Gelee mit einem Entsafter zieht, der sollte den gesamten Flaum der Quitten entfernen, dann kann die Schale beim entsaften dran bleiben. Das Kerngehäuse und die Blüte solltet ihr trotzdem entfernen.

Wir haben den Saft per Einkochen gewonnen. Hierzu haben wir rund 1 – 1,5 Kilo Quitten geschält, das Kerngehäuse entfernt und grob in Stück geschnitten. Die Quitten haben wir dann mit ca. 1,2 Liter Wasser in einem Topf zum Kochen gebracht und anschließend ca. 1 Stunde köcheln lassen.

Den gewonnen Sud haben wir dann durch ein Sieb und ein Baumwolltuch passiert. Übrig bleiben rund 800 ml Quittensaft zur weiteren Verwendung.

Für ein Gelee benötigt man 750 ml abgekühlten Fruchtsaft und z. B. 500 Gramm Gelierzucker 2:1. Beides wird vermengt, unter Rühren zum Kochen gebracht und 4 Minuten köcheln gelassen. Dann die Gelierprobe durchführen und heiß in sterile Schraubgläser abfüllen. Fertig!

Tipp: Sollte der Saft nicht ausreichend sein, könnt ihr auch gern mit Apfelsaft oder anderen Fruchtsäften auffüllen. Ebenso kann man Ingwer oder Zitrone mit dazugeben.

Treffen der Akteure Offene Gärten Uckermark [Gastbeitrag]

Trotz widriger Umstände (Corona) kam es zu einem Treffen im Garten der Familie Graumann in Damitzow – natürlich unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Wir waren nicht so zahlreich erschienen. Aber die, die da waren, zeigten viel Interesse an dem Garten und der Geschichte des Hauses. Herr Graumann hieß alle in seinem Garten in Damitzow herzlich willkommen.

Damitzow ist ein Ortsteil von Tantow. Auf einer Größe von über 3.000m² gärtnert die Familie. Mit viel Enthusiasmus erklärte Herr Graumann uns sein Vorhaben. Viel Mühe steckte bereits in dem Erreichten. Wir alle wissen, wie schwer es ist, Flächen zu kultivieren und allem ein Gesicht zu geben, das auch den Besuchern und einem selbst gefällt. Zu diesem Gartenobjekt gehört auch noch eine alte Pferdehalle, hier gab es auch viel zu sehen.

Bei einer Kaffeerunde erzählte Herr Graumann viel über die Geschichte des Landhauses Damitzow. Sein Bemühen ist darauf gerichtet, für die Gegend einen geselligen Kulturtreff zu gestalten. Viel Arbeit und Mühe liegt schon hinter ihm, aber viel bestimmt auch noch vor ihm. Besonders wirkten seine zahlreichen Topfpflanzen, die er auf einer breit ausladenden Fläche gut in Szene gesetzt hatte. Versucht wurden alte Gartenstrukturen wieder zum Leben zu erwecken, dies ist auch an einigen Stellen sehr gut zu erkennen.  Leider fing es bei unserem Gartenrundgang zu regnen an. So mussten wir ihn dann auch etwas kürzer halten.

Ein sehr schön gelegener See grenzt an dieses Grundstück. Bestimmt ist es bei sommerlichem Wetter hier sehr idyllisch. Herr Graumann beschrieb auch den Kampf, denn er mit den Bibern hat. So possierlich diese Bewohner auch sind, er muss sie aber von seinem Grundstück fernhalten, sonst richten sie zu viel Schaden an.

Bei unserem Treffen legten wir auch die neuen Termine für 2022 fest. Wir haben uns gemeinschaftlich für den 28./29.05.2022 und den 17./18.09.2022 entschieden.

Wir unterhielten uns auch untereinander zu den verschiedensten Fragen der Gartenkultur. Es ist ein Thema was uns schon über viele Jahre alle beschäftigt. Im Sinne aller, hoffen wir auf ein gesundes Wiedersehen im Jahr 2021 zu unserem Jubiläumsjahr „10 Jahre Offene Gärten in der Uckermark“!

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Erwin und Regina Klaus
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Offene Gärten Uckermark September 2020 [Gastbeitrag]

Am 05. und 06.09.2020 war in der Uckermark wieder „Offener Garten“. Es war für uns der vorletzte Termin in diesem Jahr. Am Sonnabend ging es am Morgen schon mit Regen los. Wir waren auf alles gefasst. Besucher werden kaum kommen. Es war aber nicht so. Ganz Unerschrockene liefen durch das Gras. Ihre Schuhe waren halb aufgeweicht. Aber die Menschen verstanden uns und die Freude über den Regen.  Da die zwei letzten Sommer sehr trocken waren, wir immer wieder das Klagelied über die Trockenheit gemeinsam sangen, war der Regen für alle nicht mehr so unangenehm. Wir haben ihn akzeptiert.

Am Nachmittag kam die Sonne heraus und die Stimmung stieg. Wir führten viele Gespräche und tauschten uns untereinander aus. Es ging um unsere besonderen Baumarten, Besucher, die vor vielen Jahren mal bei uns waren und jetzt wiederkamen, wunderten sich über das Wachstum der Pflanzen und Bäume. Da um diese Jahreszeit kaum noch Rosen oder Sommerblumen blühen, zählen natürlich andere Werte. Wie z. B. große Gärten angelegt werden, womit man beginnt, wie so ein Landschaftsgarten geplant wird, ob wir bei der Planung professionelle Hilfe hatten, woher wir die vielen fremdartigen Bäume haben, wo sie käuflich zu erwerben sind und vieles mehr.

Natürlich waren auch Rückschläge ein Thema. Die Pflanzen sind Lebewesen und lassen sich nur bedingt vom Menschen in ein anderes Korsett pressen. Das ist immer unser Ausspruch dazu. Warum blühen manche Blumen nicht, wie z. B. Dahlien, die um diese Zeit ein großes Thema sind? Es blüht fast jede Blume, wenn für sie alles passt!

Muss man immer alle Blumen, die man irgendwo gesehen hat, auch besitzen? Das ist die große Frage. Auch auf solche kritischen Antworten gehen wir ein. Im Laufe der Jahre hat sich auch hier unser Anspruch sehr verändert. Wir sind hier der Meinung das Weniger manchmal mehr ist. Welchen Gartentyp favorisiert man. So kann man in einem Landschaftsgarten, wie es unser ist, nicht überall ein Blumenmeer erwarten. In Vorbereitung der Besuche, muss intensiver der Flyer gelesen werden, denn dann weiß man auch annähernd was man erwarten kann.

Jetzt wird unser Garten auf die neue Saison vorbereitet und wir freuen uns am 16./17.01.2021 von 11:00- 15:00 Uhr zum Thema „Lebendige Gärten im Winter“ wieder Besucher begrüßen zu dürfen.

Erwin und Regina Klaus
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Das Wetter und die Stimmung zu den offenen Gärten passten zusammen! [Gastbeitrag]

Was war das für ein Wochenende am 13./14.06.2020. Wir hatten unseren Garten wieder mal geöffnet. Kurz nach 10:00Uhr kamen die ersten Besucher. Alle ein wenig vorsichtig, denn die Corona Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Aber unser Garten ist groß genug, so dass man sich gut aus dem Weg gehen konnte. Nach diesen Hinweisen von uns, waren auch alle sehr einsichtig.

Es lag aber so eine Gewitterschwüle den ganzen Tag in der Luft. Endlich kam dann am Nachmittag der schon lange ersehnte Regen. Die Besucher nahmen diesen mit Gelassenheit hin und freuten sich mit uns über einige Liter, die dem Boden mit den Pflanzen guttaten. Danach hatten wir noch die Öffnungszeiten ausgedehnt.

Päonie

Die Besucher freuten sich über die noch blühenden Pfingstrosen, die Rosen, die jetzt immer mehr in Blüte kommen, die seltenen Baumarten, fragten wie wir die Wasserversorgung geregelt haben, wo das Biotop geblieben ist, die wunderschöne rote Mohnkante usw. Viele Besucher sind „Wiederholungstäter“. Sie kommen zu verschiedenen Jahreszeiten oder in bestimmten Jahresabständen zu uns. Erkennen dann auch genau, was sich verändert hat. Lesen auch hier im Blog und sind dadurch sehr gut informiert.

Päonie

Einige haben sich auch eine Reiseroute über die Tage zusammengestellt. So bringen es manche, sage und schreibe, auf bis zu 10 Gärten an 2 Tagen. Darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein!

Am Sonntag war die Luft schön rein und es hatte sich abgeregnet. Die Besucher kamen mit Fahrrädern, Cabriolets, zu Fuß und natürlich mit den Autos. Es war ein reges Treiben. Die Uckermark und ihre verschiedenen Landschaftsformationen lösten viel Freude aus. Da auch Frau Munser in unserem Ort geöffnet hatte, war es zum Verweilen besonders schön. Mehrere Gärten in einem Ort erspart Wege und zeigt, wie Gärten doch verschieden sein können, sowie es die Menschen auch sind.

Wir werden auch in den Sommermonaten Juli und August wieder öffnen. Genau am 18./19.07.und 15./16.08.2020 jeweils von 10:00- 18:00 Uhr.

Bis dahin haben wir auch noch einige Vorhaben, die wir noch erledigen wollen.

Mohn

Abgesehen von dem Wässern der Pflanzen, falls uns wenig Regen zusteht, der 1. Schnitt auf unser Frühjahrsblüherwiese, von dem roten Mohn die Samen ernten, Buchs und Hecken schneiden usw.

Ein Gärtner hat immer und zu allen Tageszeiten zu tun!!!

Erwin und Regina Klaus
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10 Jahre Offene Gärten Uckermark [Gastbeitrag]

Wir können dieses Jahr auf 10 Jahre „Offene Gärten“ zurückblicken. Wir, das sind mein Mann und ich. Mein Mann, der alle meine Pläne, in Taten umsetzt. Klein haben wir 2010 mit der Teilnehme an dieser Aktion begonnen. Wenn man sich die großen Flächen unseres Areals ansieht und die zaghaften Versuche, sie so zu gestalten, dass sie ein einheitliches Bild ergeben, dann hat die Natur ein harmonisches Gesamtbild durch ihr Wachstum entstehen lassen. Viele Hunderte von Menschen, sei es Reisegruppen aus dem In- und Ausland, Privatpersonen, Fernsehsender, Rundfunkstationen, Zeitungsjournalisten usw. haben uns besucht. Ihre Eindrücke geschildert und uns auch zu neuen Plänen herausgefordert. Es war ein Geben und Nehmen, wie man so schön sagt.

Jedes Jahr im Winter, geht das Planen aufs Neue los. Unser erster Termin ist im Januar. Er ist für uns was ganz Besonderes. Wenig Besucher, aber ganz intensiv. Wenn wir ihnen zeigen, was man als Gärtner pflanzen muss, damit im Winter nicht alles kahl ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes „Eine Spurenlese in großer Vielfalt“, dann kommt oft das AHA- Erlebnis. Ihnen die besonderen Baumrinden, die Pflanzen, die im Winter, wenn dann Schnee und Raureif in der Natur ist, aufnehmen, die Gräser, die schöne Strukturen bieten, all das kann nur in diesem Monat gezeigt werden. Wir öffnen, dann auch im März unsere große Frühjahrsblüherwiese, die mit unzähligen Schneeglöckchen, Krokussen, Hasenglöckchen in weiß und blau, Tulpen, Narzissen usw. bestückt ist. Im Frühjahr lechzt das Auge nach dem Frühling und seinen bunten Farben. Da sind die Besucher immer zufrieden!

In unserem Garten, auf 12000m² kann man ausschweifend gärtnern. In viele Areale haben wir die Flächen eingeteilt. 50 verschiedene Baumsorten (Judasbäume weiß und rot, Eichenholzbaum, Götterbaum, Lebkuchenbaum, um nur einige zu nennen), aber auch Obstbäume vielfältige Sorten. 15 verschiedene Strauchsorten, wie Kornelkirsche, Deutzien, Buddleja usw. Viele Strauchpäonien-, Magnolien-, Hortensien-, Clematissorten usw.

Aus unserem Garten heraus machen wir phänologische Untersuchungen für den Deutschen Wetterdienst in Offenbach, die wir Online laufend dorthin melden. Das ist eine sehr interessante Tätigkeit, die ein laufendes Beschäftigen mit den Bäumen und Pflanzen und ihren vegetativen Stadien voraussetzt.

Auch das Beschäftigen mit den Kriterien zum Erreichen der Plakette „Natur im Garten“ hat bei uns in einigen Gartenbereichen zum Umdenken geführt. Die in aller Munde benannte „Nachhaltigkeit“ ist sehr lebenswert. Mein Mann, der dies schon immer gelebt hat, konnte auch mich mehr und mehr davon überzeugen, dass das nur der richtige Weg sein kann. Oft haben mich die Totholzhaufen, das späte Mähen in manchen Arealen u.v.m. gestört. Wenn man der Natur bei sich ein Zuhause geben will, ist es der einzige gangbare Weg.

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Was war das für ein schönes Gartenjahr 2019 [Gastbeitrag]

Gartenjahr 2019

Gern wollte ich mich noch einmal zum Ende dieses Gartenjahres melden. Es ist mir einfach ein Bedürfnis, über diese schöne Zeit mir meine Gedanken zu machen und diese mitzuteilen.

Es ging alles im Januar 2019 am 19./20. los. Es waren an beiden Tagen -3°C. Für ein Januarwochenende eigentlich gar nicht so kalt. Aber trotzdem reichte es. Wir machten ja erst zu 11:00 Uhr auf. Aus unserem Dorf kam ein Gast. Wir konnten so richtig ausführlich erzählen. Aber am Sonntag kamen weitere Besucher, die ganz gezielt einen Garten im Winter sehen wollten. Was muss man im Laufe des Jahres tun, damit auch im Winter etwas zu sehen ist? Das war immer wieder die große Frage, die mein Mann mit seiner Geduld immer wieder erklärte. Von ihm weiß ich auch, dass es -3Grad C war, denn er schreibt schon über Jahre für jeden Tag die Temperatur und den gemessenen Niederschlag auf. Er ist von uns beiden der Botaniker. Deshalb hatten wir uns auch entschlossen, für den deutschen Wetterdienst in Offenbach phänologische Untersuchungen in unserem Landschaftsgarten zu machen und diese Online für Beobachtungen weiterzureichen. Das ist eine ganz spannende Sache.  Darauf aufmerksam geworden sind wir durch das Lesen von Gartenbüchern. Diese Art der Bücher ist eine willkommene Winterlektüre.

Der 16./17.03.2019 schon viel wärmer und Temperaturen im Plusbereich lockte eine Vielzahl von Besuchern zu dem Thema „Frühlingserwachen“ in unseren Garten. Die Schneeglöckchen waren natürlich schon verblüht, leider!!! Aber es war doch noch sehr bunt. Im Frühjahr möchte das Auge schon gern Natur und Blumen sehen. Deshalb machen wir da auch schon unseren Garten auf. Aber es ist jedes Jahr eine Herausforderung insofern, dass es noch nicht zu früh oder schon zu spät für die Frühjahrsblüher ist.

Ja, dann kamen die vielen Öffnungstermine im Mai, Juni, Juli, August und September. Insgesamt haben wir um die 400 Besucher gezählt. Für das neue Gartenjahr haben wir auch wieder Vorbereitungen getroffen. Der Terminplan ist aufgestellt, noch schnell bevor der erste Frost kommt, mäht mein Mann noch einmal alles. Wir warten noch auf einige Pflanzen so z. B. auf Päonien unterschiedlicher Farben. Bäume und Sträucher wurden auch noch verpflanzt. Da wo sie standen, war es zu schattig. Schilder waren wir auch wieder in Berlin/Baumschulenweg gravieren. Damit sind wir nun schon für das Gartenjahr 2020 etwas gerüstet.

Unser erster Termin wird am 18./19.01.2020 von 11:00- 15:00 sein. Ein Gartenrundgang und anschließend am warmen Kachelofen in unserer Küche wird beim Glühwein (natürlich ohne Alkohol) über Gartenplanung, Bepflanzung usw. sich unterhalten und ausgetauscht. 

Wir würden uns freuen, wenn sich auch noch mehr Gartenbesitzer diesen Terminen anschließen würden. Denn gerade zu dieser Zeit kann man ganz zwanglos Ideen zur Gartengestaltung und – Umgestaltung austauschen und diese im Frühjahr realisieren. Wenn nichts dazwischenkommt, dann erzähle ich auch im nächsten Jahr gern über das Erlebte im Gartenjahr 2020.

Wann ist der Landschaftsgarten Christianenhof 2020 geöffnet?

  1. 18./19.01.2020 von 11:00- 15:00 „Was bietet der Garten im Winter?“
  2. 14./15.03.2020 von 11:00- 15:00 „Der Frühling ist da!“
  3. 16./17.05.2020 von 10:00- 18:00 „Offene Gärten BRB/Berlin“
  4. 13./14.06.2020 von 10:00-18:00 „Offene Gärten M/V“ und „Offene Gärten UM“
  5. 18./19.07.2020 von 10:00- 18:00 „Sommer im Landschaftsgarten“
  6. 15./16.08.2020 von 10:00- 18:00 „Sommer im Landschaftsgarten“
  7. 05./06.09.2020 von 10:00- 18:00 „Offene Gärten UM“
  8. 19./20.09.2020 von 10:00- 18:00 „Offene Gärten BRB/Berlin“

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Nach der Aktion „Offene Gärten“ ist vor der Aktion „Offene Gärten“ [Gastbeitrag]

Es war wieder schön!!

Gestern und Vorgestern hatten wir für die Gartenbesucher aus M/V geöffnet. Das Wochenende davor für Brandenburg/ Berlin. Es ist immer wieder erfrischend mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen. Nie würde diese Hemmschwelle zu fremden Menschen so schnell übersprungen werden. Man würde sich kaum über Privates so schnell austauschen. Auch der Wunsch nach Pflanzen, die im eigenen Garten fehlen, der Gastgeber aber hat, ein Verlangen zu äußern, dem muss viel Vertrautheit vorausgehen. Mein Mann stellt den Spaten schon immer in greifbare Nähe, damit der Wunsch auch Erfüllung finden kann. Natürlich muss man auch sagen, jetzt geht es nicht, oder diese Pflanze ist nicht teilbar, oder die Pflanzzeit ist nicht dafür geeignet. In den meisten Fällen wird es auch verstanden.

So etwas habe ich noch nie gehört und gesehen

„Warum sind bei Ihnen die Gänseblümchen so hoch, ist das eine andere Sorte?“  „Nein, das ist es nicht, aber die Zeit des Mähens ist entscheidend, wenn der Rasen immer kurz sein soll, dann können die Gänseblümchen sich auch nie voll entwickeln und zum Samen lassen Sie sie ja nicht kommen“. Auch belehrende Worte müssen es manchmal sein.

„Die Vögel zwitschern in Ihrem Garten besonders laut!!“ Ja, auch das hat so seine Ursachen.

„Haben Sie eben den Laubfrosch gehört, frage ich?“ „So etwas habe ich noch nie gehört und gesehen“ antwortet der Besucher.

jeder ist Willkommen

Es gibt aber auch die Motivjäger!!! Diese kommen wortlos mit ihren Kameras rein, stürzen sich auf das Objekt ihrer Begierde und ziehen wieder von dannen. Auch das ist für uns verständlich, denn ein Fotograf hat nicht viel Zeit. In Sekundenschnelle ist das passende Licht für das Foto schon nicht mehr da. Fotografen sind auch Einzelgänger. Mein Mann und ich, verstehen das, da wir selbst von dem Virus etwas befallen sind.

Wir freuen uns auch über Kinder und Jugendliche, die sich mit Gärten erst versuchen. Damit wird man auch an seine ersten Schritte im Gartenanlegen wieder konfrontiert. Und die Kinder, die so herzerfrischend mit den abgefallenen Blüten und Blättern spielen und immer wieder etwas Neues erfinden, ist für uns auch der Ansporn uns noch eine Weile zu mühen und die Oase zu erhalten. Wir freuen uns schon auf die „Offenen Gärten“ in unserer Gegend am 15./16.06.2019!!!

Gastbeitrag von:

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