Wassermühle Gollmitz – Tourism for Future

In unserer Serie „Tourism for Future“ stellen wir nachhaltig wirtschaftende Tourismusunternehmen in der Uckermark vor. Wir bleiben in dieser Folge bei den Beherbergungsbetrieben und stellen diesmal Jana und Kai Rogozinski von der Wassermühle Gollmitz im Naturpark Uckermärkische Seen vor.

Der Drehtag: Ein Freitagmittag, Ende August. Ein kompletter Ferienwohnungswechsel steht an, d.h. morgens vier Abreisen, nachmittags vier Anreisen, dazwischen putzen, aufräumen, alles frisch herrichten – und das Interview aufnehmen. Kai Rogozinski nimmt es gelassen. Schnell ist ein lauschiges Plätzchen am Strom, der direkt an der Mühle entlang fließt, gefunden. Als Berliner war Rogozinski auf der Suche nach einer Mühle. Hier in der Uckermark hat er die Wassermühle Gollmitz gefunden und größtenteils selbst restauriert. Altes erhalten, ist sein Motto. Natürliche Baustoffe wie Holz und Lehm geben dem historischen Bauwerk Harmonie.

Die Interviewerin Silke Rumpelt (tmu GmbH) verbindet mit dem Objekt ein ganz persönliches Erlebnis: „Auf Diplomarbeitsrecherche nach historischen Mühlen in der Uckermark traf ich auf die Wassermühle Gollmitz. Damals, 2004, war es eine einzige Baustelle, die Restaurierung voll im Gange. Ich glaube, auch Kai Rogozinski hatte sich zu der Zeit in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, welches Kleinod einmal daraus entstehen würde.“ Und das ist es in der Tat: ein denkmalgeschütztes Objekt liebevoll saniert mit vier Ferienwohnungen, einem Veranstaltungsraum im historischen Mühlenambiente, ein großer Garten mit Sitz- und Rückzugsmöglichkeiten, eine Sauna im Gartenhäuschen und nicht zuletzt ein sich drehendes Wasserrad, das regenerativen Strom für das Haus produziert. Neben dem klassischen Urlaub werden Events wie die Mühlenkonzerte, Kurse wie das Bierbrauen und seit kurzem auch Trauungen im Mühlenraum angeboten. 2010 gab es dafür den Uckermärkischen Tourismuspreis. Seit 2012 ist die Wassermühle Partner im Netzwerk Ferien für‘s Klima. Und am Ende des Interviews stehen auch schon die ersten neuen Gäste vor der Tür…

Offene Gärten Uckermark September 2020 [Gastbeitrag]

Am 05. und 06.09.2020 war in der Uckermark wieder „Offener Garten“. Es war für uns der vorletzte Termin in diesem Jahr. Am Sonnabend ging es am Morgen schon mit Regen los. Wir waren auf alles gefasst. Besucher werden kaum kommen. Es war aber nicht so. Ganz Unerschrockene liefen durch das Gras. Ihre Schuhe waren halb aufgeweicht. Aber die Menschen verstanden uns und die Freude über den Regen.  Da die zwei letzten Sommer sehr trocken waren, wir immer wieder das Klagelied über die Trockenheit gemeinsam sangen, war der Regen für alle nicht mehr so unangenehm. Wir haben ihn akzeptiert.

Am Nachmittag kam die Sonne heraus und die Stimmung stieg. Wir führten viele Gespräche und tauschten uns untereinander aus. Es ging um unsere besonderen Baumarten, Besucher, die vor vielen Jahren mal bei uns waren und jetzt wiederkamen, wunderten sich über das Wachstum der Pflanzen und Bäume. Da um diese Jahreszeit kaum noch Rosen oder Sommerblumen blühen, zählen natürlich andere Werte. Wie z. B. große Gärten angelegt werden, womit man beginnt, wie so ein Landschaftsgarten geplant wird, ob wir bei der Planung professionelle Hilfe hatten, woher wir die vielen fremdartigen Bäume haben, wo sie käuflich zu erwerben sind und vieles mehr.

Natürlich waren auch Rückschläge ein Thema. Die Pflanzen sind Lebewesen und lassen sich nur bedingt vom Menschen in ein anderes Korsett pressen. Das ist immer unser Ausspruch dazu. Warum blühen manche Blumen nicht, wie z. B. Dahlien, die um diese Zeit ein großes Thema sind? Es blüht fast jede Blume, wenn für sie alles passt!

Muss man immer alle Blumen, die man irgendwo gesehen hat, auch besitzen? Das ist die große Frage. Auch auf solche kritischen Antworten gehen wir ein. Im Laufe der Jahre hat sich auch hier unser Anspruch sehr verändert. Wir sind hier der Meinung das Weniger manchmal mehr ist. Welchen Gartentyp favorisiert man. So kann man in einem Landschaftsgarten, wie es unser ist, nicht überall ein Blumenmeer erwarten. In Vorbereitung der Besuche, muss intensiver der Flyer gelesen werden, denn dann weiß man auch annähernd was man erwarten kann.

Jetzt wird unser Garten auf die neue Saison vorbereitet und wir freuen uns am 16./17.01.2021 von 11:00- 15:00 Uhr zum Thema „Lebendige Gärten im Winter“ wieder Besucher begrüßen zu dürfen.

Erwin und Regina Klaus
Landschaftsgarten Christianenhof
✆ +49 39852 3699
rueklaus@t-online.de

Ferienhof „Zur Tabakblüte“ – Tourism for Future

Ferienhof zur Tabakblüte, Friedrichsthal

In unserer Serie „Tourism for Future“ stellen wir nachhaltig wirtschaftende Tourismusunternehmen in der Uckermark vor. Diesmal führt sie uns ganz in den Osten der Uckermark.

Auf dem Ferienhof „Zur Tabakblüte“ verbinden sich Tourismus und Landwirtschaft in idealer Weise. Heidi und Jens-Uwe Dietrich leben in 4. Generation auf dem Hof in Friedrichsthal, gut 10 km nördlich von Schwedt. Von drei Seiten umschließt der Nationalpark Unteres Odertal den beschaulichen Ort und prägt damit das Leben der Dietrichs. Ganzer Stolz der gelernten Landwirte ist die kleine Herde tiefschwarzer Robustrinder der Rasse Black Welsh. Im Sommer grasen sie auf den Weiden im Nationalpark, im Winter fressen sie das Heu, welches Dietrich gemäß der Vogelschutzvorgaben der Nationalparkverwaltung mäht.

Im früheren Stall, wo auch Tabak und Heu lagerten, wurden drei Ferienwohnungen eingerichtet, rustikal mit viel Holz. „Den Gästen die Natur näherbringen sei ihr wichtig“, sagt Heidi Dietrich, „…aber viele erkennen sie nicht mehr selbst. Man muss sie ihnen zeigen.“ Jens Dietrich hat sich weitergebildet und bietet den Gästen nun als zertifizierter Natur- und Landschaftsführer verschiedene Touren an: Eisvogel, Biber, Wiesenbrüter – alles direkt hinter dem Hof. Ein Besuch bei den Rindern steht natürlich auch auf dem Programm. „Ich wünsche mir eine größere Wertschätzung der Landwirtschaft“, sagt Jens Dietrich. Er selbst trägt dazu bei: Neben der artgerechten Haltung steht die Direktvermarktung des Fleisches im Mittelpunkt. Ihn freut besonders, dass nicht nur die Gäste, sondern auch die Uckermärker selbst in seinem Hofladen einkaufen.

Die größte Herausforderung der Dietrichs ist, „immer am Ball zu bleiben und sich neu erfinden.“ Ihre neueste Erfindung: alte Traditionen aufgreifen und ein 4-Tages-Programm schnüren – fertig sind „Die Tabaktage“. Natürlich dürfen die Teilnehmer auch selbst Tabak ernten und zum Trocknen auffädeln. Auch bei Familie Dietrich ist die Corona-Krise nicht spurlos vorbeigegangen. Buchungen wurden über Wochen storniert. Derzeit wird keine Frühstücksversorgung angeboten. „Die Angst, dass man schließen muss oder gar selbst erkrankt, sitzt einem im Nacken.“, gibt Heidi Dietrich zu bedenken. Doch die aktuell hohe Nachfrage bei Übernachtungen stimmt positiv. Auch das Fleisch der letzten Schlachtung ging weg wie warme Semmeln.

Unterwegs mit dem Hund in der Uckermark

Hund in der Uckermark

Für Hundebesitzer sind ihre Vierbeiner nicht einfach nur Haustiere, sondern vollwertige Familienmitglieder. Das wird natürlich bei der Urlaubsplanung berücksichtigt – egal ob Jahresurlaub oder Wochenendausflug. Die Uckermark ist mit ihren endlosen Feldern, Wälder und über 500 Seen ein Paradies für Hundebesitzer. Wandern, Radfahren oder ein Tag am See – in der Uckermark können Hund und Rudel ausgiebig entspannen.

Bei vielen Anbietern in der Uckermark sind Haustiere herzlich Willkommen. Folgende hundefreundliche Anbieter in der Uckermark können wir unter anderen empfehlen:

+ Urlaub mit Hund @Dreesch7
+ Rote Scheune Fergitz mit Hund
+ Campingplatz & Ferienhäuser Am Dreetzsee mit Hund
+ Landhof Arche mit Hund
+ Stadtsee Pension Templin mit Hund
+ Ferienhaus „Sonnenhof“ Blankenburg mit Hund

Wer seine Unterkunft in der Uckermark mit Hund gefunden hat, der fragt sich bestimmt, was es für Ausflugsmöglichkeiten gibt. Ganz beliebt sind kurze Wanderungen oder Tagestouren mit dem Hund. Bei über 500 Seen in der Region verlaufen fast alle unsere Vorschläge direkt an einem See oder in Seenähe – Abkühlung muss sein! Wir können unter aderem folgenden Wandertouren mit Hund empfehlen:

+ Rundweg um den Blankenburger See
+ Seerundweg Brüssow
+ Kleiner Boitzenburger
+ Weg der Auenblicke
+ Um den Templiner Stadtsee
+ Rundweg um den Großen Peetzigsee

Wer nicht um den See Wandern möchte, sondern einen ganzen Tag am Wasser verbringen möchte, der findet in der Uckermark auch viele Hundebadestellen. Z.B.     in Prenzlau die Hundebadestelle an der Uckerpromenade gegenüber vom Uckerstadion, in Brüssow verschiedene wilde Badestellen u. a. die alte Wasserentnahmestelle der Feuerwehr und das Hohe Ufer gegenüber der Badeanstalt, in Angermünde die wilden Badesstellen am Peetzigsee, Wolletzsee zwischen Strandbad und dem Ort Wolletz und an der Uferpromenade, am Mündesee bei Dobberzin und am Petschsee, in Templin am Lübbesee ca. 150 m rechts neben dem Sandstrand des AHORN Seehotels, in Lychen dürfen Hunde überall im See baden (außer an ausgewiesenen Badestellen), am Dreetzsee Thomsdorf ca. 300 m links neben dem Gelände des Campingplatzes mit Liegewiese (direkt am Märkischen Landweg) sowie ca. 200 m rechts neben dem Gelände des Campingplatzes am Dreetzseerundweg und in Blankenburg die ausgewiesene Hundebadestelle mit Liegewiese und Sitzmöglichkeiten.

Weiterhin gibt es zahlreiche Freizeit- und Ausflugstipps mit dem Hund: wie wäre es z.B. mit einem Besuch des Tierparks Angermünde mit dem Hund, einem Besuch im Naturerlebnis Uckermark in Prenzlau, einer Fahrt mit der Draisine oder dem Besuch der Westernstadt El Dorado bei Templin. Und auch einige der Offenen Gärten, welche wieder am 05. und 06. September 2020 öffnen, können mit dem Hund besucht werden.

Diese und noch viele weitere Freizeit- und Ausflugstipps, Wandertouren sowie Unterkünfte findet ihr unter :
https://www.tourismus-uckermark.de/unterwegs/mit-dem-hund.html.

NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle – Tourism for Future

Jeden Monat stellen wir hier ein Tourismusunternehmen in der Uckermark in einem kleinen Filmbeitrag vor. Für den Juli haben wir die Blumberger Mühle besucht. Das NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle ist das Hauptinformationszentrum für das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und seine Umgebung.

Nach den anfänglichen Meinungen, ob ein Besucherzentrum auf der grünen Wiese funktionieren kann, zeigen die Verantwortlichen, die Stadt Angermünde und die Gästezahlen ganz klar, dass die Blumberger Mühle mit seinen Angeboten zur Stadt und der Region gehört.

Das Infozentrum hat sich zu einem strategisch guten und beliebten Ausgangspunkt für die Reiseregion entwickelt. Durchgängige Öffnungszeiten, wechselnde Ausstellungen und attraktive Veranstaltungsformate ziehen immer mehr Besucher nach Angermünde und in das Besucherzentrum. Hier wird auf sehr anschauliche Weise und mit vielen thematischen Schwerpunkten die Arbeit und Funktion von Naturschutz gezeigt und gelebt. Das riesige Freigelände, spannende Angebote für Groß und Klein und auch das gastronomische Angebot machen den Ausflug dorthin zu einem erlebnisreichen Tag für die ganze Familie. Dass Nachhaltigkeit von Gästen ganz bewusst nachgefragt wird, unterstreicht auch Elisa Bethker Pressesprecherin der Blumberger Mühle. Unsere Angebote richten sich nach aktuellen Themen und Fragestellungen, aber natürlich wollen wir auch unsere Gäste sensibilisieren und ihnen etwas für zu Hause mitgeben. Das Unternehmensleitbild mit der Überschrift „Einsichten in ökologische, ökonomische und soziokulturelle Systeme vermitteln“ unterstreicht die Arbeit der Blumberger Mühle.

Treffen der Akteure „Offene Gärten in der Uckermark“ [Gastbeitrag]

Traditionsgemäß trafen wir uns am 11.07.2020 um 15:00 Uhr in einem Garten unseres Mitgliedes.

Dieses Mal war es bei Frau Engler im Bibel- und Klostergarten in Serwest. Die Fahrt dorthin war sehr abenteuerlich, denn leider gab es eine Baustelle, die umfahren werden musste und dadurch für Auto und Fahrer eine Herausforderung war. Aber die freundliche Begrüßung durch Frau Engler ließ alles vergessen. Sie hatte schöne kleine Kaffeetische in Ihrem Kaffee mit viel Liebe eingedeckt.  Wir tranken aus Sammeltassen den Kaffee und ließen uns den Kuchen, den einige von uns mitgebracht hatten, gut schmecken. Schon kamen die intensiven Gespräche zu den Gärten in Gange. Jeder hatte bei den offenen Gartentagen zu Zeiten von Corona andere Erfahrungen gemacht und diese wurden intensiv ausgetauscht. Die Anwesenden waren alle der Meinung, dass die Besucher endlich froh waren in die Natur gehen zu können und das auch sehr zahlreich genutzt haben. Alle sprachen von rücksichtsvollen und disziplinierten Gästen.

Wir waren auch sehr froh, dass es in der letzten Zeit öfter mal einen kleinen oder größeren Regenguss gegeben hatte. Es spielte auch immer die Literanzahl in den Gesprächen eine Rolle. Noch so einen trockenen Sommer wie die letzten 2 Jahre, wäre für uns nicht gut, darüber waren wir uns alle einig.

Dann führte uns Frau Engler durch ihr Reich. Sie kannte jeder Pflanze, so genau und wusste, wo der Bezug in der Bibel zu dieser hergestellt wurde. Es war schon verblüffend, denn sich lateinische Bezeichnungen zu merken, ist schon eine Herausforderung. Aber noch die Bibelstellen und die kirchlichen Hintergründe so genau zu kennen, war schon sehr speziell. Der Garten hat auch noch eine besondere Lage, da man weit in die Landschaft hineinsehen konnte. Das war etwas ganz Einmaliges.

Für die Kräuterfreunde unter uns, gab es auch die Möglichkeit einen besonderen Salbei noch mitzunehmen. Das ist natürlich bei diesen Gartentreffen auch immer noch ein Sahnehäubchen oben drauf, eine besondere Pflanze zu ergattern.

Wir verabreden uns bei diesen Treffen immer gleich, wer im nächsten Jahr, also 2021, der neue Gastgeber für diese sommerliche Runde ist. Es wird der Internet- Rosengarten am Pfarrhaus in Hetzdorf sein. Der Termin wird allen rechtzeitig bekannt gegeben. Die Einladungen werden dann immer dankenswerter Weise durch Frau Lampe von der tmu in die Runde geschickt. Wenn wir uns im nächsten Jahr wieder treffen, dann hoffen wir alle, dass es durch Corona keine Einschränkungen mehr geben wird, und wir alle uns gesund und munter wiedersehen.

Erwin und Regina Klaus
Landschaftsgarten Christianenhof
✆ +49 39852 3699
rueklaus@t-online.de

Erdbeerzeit

Erdbeeren aus der Uckermark

Sommer ist Erdbeerzeit. Die roten Früchtchen sind wahre Alleskönner oder „Mit-sich-Macher“! Frisch und besonders vorsichtig im eigenen Garten, auf dem Balkon oder auf einem Selbst-Pflücker-Hof geerntet kann man die Erbeere direkt wegnaschen oder süße Köstlichkeiten daraus zubereiten. Der Kreativität und dem Geschmack sind dabei keine Grenzen gesetzt. Als fruchtige Erfrischung in der Erdbeerbowle oder herzhaftes Chutney zum Grillen mit der ganzen Familie, als Krönung für den Sonntagskuchen mit Freunden und natürlich um sich den Geschmack des Sommers zu verlängern eingekocht als leckere Marmelade nach einem alten Familienrezept von Oma.

Je nach Region und Witterungslage blühen Erdbeeren von April bis Mai. Entsprechend können in milden Regionen die ersten Erdbeeren ab Mai geerntet werden. Die Erdbeersaison endet spätestens Anfang August.

Tipp: Erdbeeren Pflücken

Erdbeerhof Stegemannshof, Landwirt Christian Bernhard, Stegemannshof 4, 17291 Prenzlau, Tel.: 03984 – 804263, täglich von 8-18 Uhr auch Sonntags, Preise selbstgepflückte Erdbeeren: 1-5 kg 3,50 EUR/kg | 5-10 kg 3,30 EUR/kg | Über 10 kg 3,- EUR/kg

Repezt Marmelade

  • Früchte waschen, entstielen und kleinschneiden oder pürieren, nach Geschmack
  • 2 kg Früchte auf 1 kg Gelierzucker 2:1
  • Masse in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd weiterkochen.
  • Gelierprobe durchführen – dazu 1 EL Marmelade auf einen kleinen Teller geben und schauen ob es fest wird, ggfs. weiterkochen.
  • Wichtig: nicht länger als 8 Minuten kochen!
  • Randvoll in ausgekochte Gläser füllen und fest verschließen. Plopp 😉

Rezept Tortenboden

  • 3 Eier
  • 6 EL Zucker
  • 6 EL Mehl
  • 6 EL Öl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • Butter für die Form
  • ca. 15 Minuten im Backofen 150 Grad Umluft
  • Abkühlen lassen und mit den frischen Erdbeeren und vielleicht noch mit einem Joghurt oder Puddingcreme belegen

Tipp: Wenn man nicht genug Erdbeeren zusammenbekommt, kann man diese auch mit anderem Obst mischen und somit seine eigenen Sommerkreationen entwickeln…

Viel Spaß beim Nachmachen! Schickt uns auch gern eure Rezepte und Bilder an:

Treibholz Lychen – Tourism for Future

Treibholz Lychen - Tourism for Future

Jeden Monat stellen wir hier ein Tourismusunternehmen in der Uckermark in einem kleinen Filmbeitrag vor. Zuletzt stellten wir im April das Unternehmen Alte Schule Stegelitz vor und für den Mai haben wir ein Interview mit dem Naturcampingpark Rehberge geführt. Jetzt im Juni besuchten wir die Firma Treibholz Lychen. Marcus Thum, Inhaber der Firma Treibholz, wirkt äußerlich ruhig und besonnen, aber die aktuelle Situation lässt auch ihn nicht kalt. Das Gruppengeschäft ist quasi zum Erliegen gekommen. 2/3 seiner Umsätze generiert er daraus. Das Musikfloß kann in diesem Jahr nicht stattfinden, immerhin 13 Konzerte, die ersatzlos wegfallen. „Unabhängig von den Umsätzen, das geht einem selbst sehr nahe. Die zwischenmenschliche Ebene ist schon schmerzlich.“, sagt er betroffen.

1998 hat Marcus Thum das kleine Unternehmen gegründet. Treibholz bietet Kanuverleih, öffentliche und private Floßfahrten sowie das Musikfloß und beschäftigt heute drei feste Mitarbeiter. Daneben arbeitet Marcus Thum mit einer Reihe freier Mitarbeiter zusammen. Das macht die unverwechselbare Atmosphäre aus, wie er sagt. Das merken auch die Gäste.

Treibholz hat eine besondere Tradition von Lychen aufgegriffen. Die historische Flößerei ist seit etwa 1720 hier nachgewiesen. Sie diente in der ursprünglichen Form dem Bauholztransport, vor allem Kiefernholz, bis nach Berlin und Hamburg. Die Flößerei war wichtiger Erwerbszweig und Arbeitgeber in der Region. Mit der zunehmenden Verlagerung des Transports auf die Straße, verlor die Flößerei an Bedeutung. Das letzte Floß legte 1975 in Lychen ab. 1997 wurde das erste Gästefloß in Lychen eingeweiht und das Floßfahren eher ein romantisches Freizeiterlebnis. Seit 2008 darf sich Lychen offiziell „Flößerstadt“ nennen. Die Stadt liegt immerhin zwischen sieben Seen inmitten des Naturparks Uckermärkische Seen. Seit 1996 ist Lychen zudem staatlich anerkannter Erholungsort. Wassersport wie Kanufahren, Stand up Paddling, Angeln und Bootstouren sowie Aktivitäten rund um das Wasser wie Radfahren und Wandern entlang der Seen stehen hoch im Kurs.

Nach mittlerweile über 20 Jahren im Geschäft, betont Marcus Thum, wie wichtig gut funktionierende Netzwerke und verlässliche Partner im ländlichen Raum sind: „Die kann man nicht einfach austauschen, weil er mir nicht passt.“ Sein Geschäft läuft auf und mit dem Wasser. Doch der Wassermangel in der Landschaft und die sinkenden Wasserstände in den Seen nach den letzten zwei trockenen Sommern sind deutlich sichtbar. Das Kanufahren in einem der schönsten Reviere Norddeutschlands wird zunehmend schwieriger. Er wünscht sich „Viel, viel Regen!“ Für einen Touristiker eher ungewöhnlich.

Das Wetter und die Stimmung zu den offenen Gärten passten zusammen! [Gastbeitrag]

Was war das für ein Wochenende am 13./14.06.2020. Wir hatten unseren Garten wieder mal geöffnet. Kurz nach 10:00Uhr kamen die ersten Besucher. Alle ein wenig vorsichtig, denn die Corona Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Aber unser Garten ist groß genug, so dass man sich gut aus dem Weg gehen konnte. Nach diesen Hinweisen von uns, waren auch alle sehr einsichtig.

Es lag aber so eine Gewitterschwüle den ganzen Tag in der Luft. Endlich kam dann am Nachmittag der schon lange ersehnte Regen. Die Besucher nahmen diesen mit Gelassenheit hin und freuten sich mit uns über einige Liter, die dem Boden mit den Pflanzen guttaten. Danach hatten wir noch die Öffnungszeiten ausgedehnt.

Päonie

Die Besucher freuten sich über die noch blühenden Pfingstrosen, die Rosen, die jetzt immer mehr in Blüte kommen, die seltenen Baumarten, fragten wie wir die Wasserversorgung geregelt haben, wo das Biotop geblieben ist, die wunderschöne rote Mohnkante usw. Viele Besucher sind „Wiederholungstäter“. Sie kommen zu verschiedenen Jahreszeiten oder in bestimmten Jahresabständen zu uns. Erkennen dann auch genau, was sich verändert hat. Lesen auch hier im Blog und sind dadurch sehr gut informiert.

Päonie

Einige haben sich auch eine Reiseroute über die Tage zusammengestellt. So bringen es manche, sage und schreibe, auf bis zu 10 Gärten an 2 Tagen. Darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein!

Am Sonntag war die Luft schön rein und es hatte sich abgeregnet. Die Besucher kamen mit Fahrrädern, Cabriolets, zu Fuß und natürlich mit den Autos. Es war ein reges Treiben. Die Uckermark und ihre verschiedenen Landschaftsformationen lösten viel Freude aus. Da auch Frau Munser in unserem Ort geöffnet hatte, war es zum Verweilen besonders schön. Mehrere Gärten in einem Ort erspart Wege und zeigt, wie Gärten doch verschieden sein können, sowie es die Menschen auch sind.

Wir werden auch in den Sommermonaten Juli und August wieder öffnen. Genau am 18./19.07.und 15./16.08.2020 jeweils von 10:00- 18:00 Uhr.

Bis dahin haben wir auch noch einige Vorhaben, die wir noch erledigen wollen.

Mohn

Abgesehen von dem Wässern der Pflanzen, falls uns wenig Regen zusteht, der 1. Schnitt auf unser Frühjahrsblüherwiese, von dem roten Mohn die Samen ernten, Buchs und Hecken schneiden usw.

Ein Gärtner hat immer und zu allen Tageszeiten zu tun!!!

Erwin und Regina Klaus
Landschaftsgarten Christianenhof
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rueklaus@t-online.de

Holunderblütensirup

selbstgemacht, saisonal & lecker

Gerade wird man quasi überall am Wegesrand oder sogar im eigenen Garten von dem besonderen Duft der Holunderblüten verwöhnt. An geschützen Standorten und ohne viel Verkehr lohnt es sich ein paar der Blüten vorsichtig zu pflücken z.B. um sich seinen eigenen Holunderblütensirup herzustellen. Dazu den oberen Blütenstand, die Dolgen behutsam abschneiden und am besten in einem Korb für den Transport ablegen. Mit ca. 20 – 30 Blüten kann man sich ganz einfach zu hause den leckeren Sirup herstellen. Um kleine Insekten oder lose und trockenen Blütenreste zu entfernen, empfiehlt sich ein Sieb oder Netz zum lockeren Ausschütteln oder Lagerung über Nacht. Zur Vorbereitung für den aromatischen Sirup muss ein Sud zubereitet werden. Hierzu 1 Liter Wasser, 1 kg normalen Haushaltszucker und 2 in Scheiben geschnittene Bio-Zitronen kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den heiße Zuckersud über die gereinigten Blütendolden gießen und für 2 bis 3 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen. Anschließend muss der Sud durch ein Baumwolltuch gefiltert und abgegossen werden. Der Sirup kann nun in kleine Glasflaschen abgefüllt werden. Fest verschlossen und am besten an einem kühlen und lichtgeschützen Standort lagern. Nach Lust und Laune und natürlich nach Anlass den Sirup mit kaltem Wasser oder zur Verfeinerung für die hausgemachten Cocktails verwenden.

Anleitung:

  • 25 Holunderblütendolden sammeln
  • gut ausschütteln oder über Nacht in einem Sieb oder Netz lagern, sodass sich lose Blüten oder kleine Kriechtiere entfernen
  • Sud aus 1 Liter Wasser, 1 kg Zucker und Zitronenscheiben von 2 Zitronen aufkochen
  • über die Dolden geben und 2-3 Tage im Kühlschrank ziehen lassen
  • dann durch ein Tuch filtern und in Flaschen abfüllen

Tipp: Hübsch verpackt, ist der leckere Sirup auch eine tolle Geschenkidee im Sommer!