Die fünf schönsten Winterwanderungen in der Uckermark

Der erste, kurze Wintereinbruch zum Ende des letzten Jahres hat uns allen kurz gezeigt, wie schön der Winter sein kann. Auch wenn es klirrend kalt oder wechselhaft ist, die Bäume ohne Blätter dastehen und wir uns auch irgendwie mehr nach Wärme sehnen, versprüht gerade die kalte Jahreszeit einen ganz besonderen Reiz für das Wandern im Winter. Die Landschaft wirkt noch weiter, der Wald lässt uns wieder neue und ganz andere Einblicke gewähren und die Ruhe…

Mit etwas Planung, witterungsgerechter Kleidung, festem Schuhwerk und der „richtigen“ Begleitung steht der nächsten kurzen oder vielleicht auch etwas längeren Tour nichts im Weg!?

Wir haben euch auf unserer „Winter-Seite“ die schönsten Wintertouren-Tipps zusammengestellt:

1.

Winterzeit am Fine & Nemo Erlebniswanderweg
Rundwanderweg im Wandergebiet „Kleine Heide“ bei Prenzlau
Im Wandergebiet „Kleine Heide“ findet man auch im Winter neun tolle Spiel- und Lernstationen für Groß und Klein. Entlang der ca. 2 km Wegestrecke erkundet man das kleine Waldstück vor den Toren von Prenzlau, direkt angrenzend an das Naturschutzgebiet Charlottenhöhe, auf dem Fine & Nemo Erlebniswanderweg „Tierisch phänomenal“. Das hügelige Waldgebiet eignet sich auch für schöne Schlittentouren. An Die verschiedenen Erlebnisstationen sorgen für reichlich Abwechslung. Beim Ausprobieren kann man sich z.B. beim Weitsprung mit den Tieren des Waldes vergleichen oder den Geräuschen des Waldes lauschen. Neben den Mit-Mach-Stationen findet man auch zahlreiche Spiel- und Rastplätze sowie wunderschöne Aussichtspunkte. Die Bushaltestelle Kleine Heide befindet sich direkt am Haupteingang zum Wandergebiet. In der Waldgaststätte kann man ausgiebig speisen und sich bei Tee oder Kakao aufwärmen.

2.

Winterwanderung Kleiner Boitzenburger
Rundwanderweg im Boitzenburger Winterwald
Wir starten am früheren Marstall des Schlosses Boitzenburg. Statt der Pferde findet man hier heute Schokoladen-Schaumanufaktur, Kaffeerösterei und Konditorei. Wir wandern zunächst auf dem Schumellensee-Rundweg (gelber Punkt). Hierzu orientieren wir uns kurz Richtung Dorfmitte – mit Sichtachse auf die Kirche. Hinter dem Gebäudekomplex des Marstalles überqueren wir nach links die Straße Richtung „Am Schmiedeberg“. Ab der Infotafel folgen wir dann nach links dem Schumellensee-Rundweg. Wir wandern unter riesigen alten Eichen und Buchen vorbei am Küchenteich in den  Landschaftspark. Ein kurzer Abstecher nach links zu den verschlungenen Bäumen. Weiter über die Fasanenbrücke und dann bergauf bis zur Kreuzung. Hier halten wir uns rechts in Richtung Badestelle Schumellensee. Von der Badestelle wandern wir links bergauf. Oberhalb des Krienkowsees erreichen wir einen idyllischen Rastplatz mit Aussichtspunkt. Danach laufen wir weiter und halten uns links auf dem Weg. Vor dem Ausgang des Waldes auf die Landstraße halten wir uns weiter links Richtung Apollotempel. Ab dort folgen wir hinter dem Tempel dem Schumellensee-Rundweg zum Erbbegräbnis derer von Arnim, dem Löwentempel. Rechts vorbei verlassen wir den Wald und überqueren die Straße. Nach einem kurzen Weg überqueren wir nochmal eine Straße, die L24, in Richtung Lindenallee. Folgend wandern wir in den Boitzenburger Tiergarten hinein (grüner Schrägstrich). Immer geradeaus bis zur Hirschbrücke. Dem Weg folgend halten wir uns an der Kreuzung links und laufen steil bergauf. Auf dem Weg empfiehlt sich ein kleiner Abstecher rechts zum Verlobungsstein. Der Wanderweg führt weiter zum Jägerplatz und der Hexenkiefer. Vorbei am Weinberg rechts erreichen wir den Parkplatz an der Klosterruine. Hier halten wir uns links und folgen vorbei am Produktionsmuseum Klostermühle. Auf dem Asphaltweg folgen wir dann bis zur Infotafel am Gutshof. Von hier ab sind es dann nur noch geradeaus durch eine kleine Wohnsiedlung ca. 250 m zum Startpunkt am Marstall Boitzenburg. In den Wintermonaten ist das Café und Brauhausraurant im Marstall von Donnerstag bis Sonntag von 12 – 17 bzw. 21 Uhr geöffnet. Der Gasthof zum Grünen Baum ist Montag, Donnerstag, Freitag, Samstag von 17.30 bis 21 Uhr und Sonntag von 12 bis 21 Uhr geöffnet.

3.

Winterwanderung von Prenzlau nach Seehausen
12 km Streckenwanderung am Unteruckersee
Die Wanderwegemarkierung beginnt in Prenzlau an der Uckerpromenade des Unteruckersees, etwa 1,5 km vom Bahnhof entfernt. Vom Bahnhof aus laufen wir ein Stück auf der Stettiner Straße Richtung Innenstadt. Nach ca. 300 m biegen wir links in die Grabowstraße vorbei am Stadtpark, Stadtmauer und dem Areal der Landesgartenschau 2013. An der Ampel überqueren wir die Baustraße und halten uns rechts in Richtung Rathaus und Seepark. Links am Rathaus vorbei in Richtung Uckerpromenade. Auf befestigtem Weg folgen wir von hier an links der Wanderwegemarkierung in Richtung Kap. Selbst so früh nach dem Start bietet sich die Terrasse des Ausflugslokals mit herrlichem Blick über den See zu einer Rast an. Der Wanderweg führt zum Teil als schmaler Pfad weiter am Ostufer des Sees entlang. Gleich an mehreren Naturbadestellen können wir uns zwischendurch erfrischen. Für kühlere Tage ist die Wassertretstelle eine gute Alternative. Der Wanderweg schlängelt sich entlang der steilen Böschung zwischen Bäumen hindurch. Es geht durch geschlossene Tunnel aus dichten Hecken und auf Bohlenstegen durch urige „Dschungel-Landschaften“. Gelegentlich gestattet eine Lücke im Schilfgürtel einen Ausblick auf die Wasserfläche. Nachdem wir den Unteruckersee hinter uns gelassen haben, wandern wir auf einem Feldweg zwischen Bahn und Feuchtwiesen weiter. Dahinter kann man eines der größten Schilfgebiete Deutschlands erahnen. Dieses Gebiet wird von vielen kleinen Kanälen durchzogen und ermöglicht durch den Wasserreichtum üppigen Schilfbewuchs. Auch die Ucker, der Hauptzufluss des Unteruckersees, durchfließt dieses Schilfgebiet und verbindet den Unteruckersee mit dem Oberuckersee. Bald ist der Bahnhof Seehausen erreicht. Es empfiehlt sich ein Abstecher nach rechts in den Ort zum Restaurant Huberhof.

4.

Grumsin im Winter – orangefarbenes Buchenblatt
11 km Rundwanderweg am UNESCO Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin
Der markierte Wanderweg beginnt nahe der Kirche und führt zunächst auf der Straße Richtung Westen. An der Kreuzung biegt er links ab und erreicht nach wenigen hundert Metern den Wald. Durch das Auf und Ab der eiszeitlich geformten Achterbahnlandschaft geht es entlang des Totalreservates, vorbei an Waldseen, Kesselmooren und dem höchsten „Berg“ der Uckermark (Blocksberg, 139 m ü. NN). Das Besondere: Hier wird der Wald beiderseits des Weges nicht mehr bewirtschaftet, sondern bleibt sich selbst überlassen und kann wieder eine natürliche Dynamik entwickeln. Der Weg biegt nach links ab und führt aus dem Wald nach Luisenhof, wo das Künstlerpaar Tucholke-Bonnet sein Atelier hat. Die Pflasterstraße linker Hand bietet hier eine Abkürzung direkt nach Altkünkendorf. Der markierte Weg führt führt durch Feldflur und trifft dann auf eine kleine Straße. Diese gehen wir etwa 200 m in Richtung Altkünkendorf und biegen rechts ab. Durch den Angermünder Stadtwald führt der Weg zum Wolletzsee. Eine ruhige Badestelle ist der ideale Platz für eine Rast. Das letzte Stück vom See hoch in den Ort führt entlang einer Kastanienallee mit Blick auf den Heiligen See. Wir folgen links der Kopfsteinpflasterstraße zurück nach Altkünkendorf. An der Kreuzung biegen wir links ab und erreichen den Ausgangspunkt.
Tipp: Weil der Infopunkt inklusive Ausstellung im Winter geschlossen ist empfehlen wir hier besonders die geführten Touren mit einem zertifizierten Natur- und Landschaftsführer.

Das Totalreservat darf nur bei einer Führung mit fachkundigem Naturführer betreten werden. Die Führung „Ein Urwald entsteht“ findet zu festen Terminen jeweils samstags ganzjährig statt (Buchung: Tourismusverein Angermünde e.V., Tel.: 03331 – 297660).

5.

Winterwanderung auf dem Weg der Auenblicke
10 km Rundwanderweg im Nationalpark Unteres Odertal
Unsere Wanderung beginnt am Nationalparkhaus. Natur und Landschaft des unteren Odertals werden in der Ausstellung sehr lebendig erklärt. Der benachbarte Lenné-Park am Schloss Criewen ist einen Abstecher wert. Der Weg führt zunächst entlang einer Allee. Die dahinter liegenden Wiesen linker Hand werden von Wisenten beweidet. Dann geht es in den Wald. Der Quellerlebnispfad erläutert anschaulich auf gut 100 m die spezielle Flora und Fauna an der Fuchsquelle (Hinweis: Der Quellerlebnispfad ist wegen Instandhaltungsmaßnahmen voraussichtlich bis Frühjahr 2023 gesperrt, Stand: Sept. 2021). Auf einem Holzbohlenweg geht es trockenen Fußes durch Eschenwald, wo im Frühling das Bittere Schaumkraut weiß blüht. Wenn der Weg aus dem Wald führt, liegt direkt vor uns ein steiler Berg. Seltene Trockenrasenarten gedeihen hier. Der Weg aber führt links zwischen Oderhängen und Wald weiter nach Stützkow. Direkt am Weg gibt es einen ausgebauten Aufstieg mit einem weiten Ausblick ins Odertal. In Stützkow biegen wir nach links und überqueren die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, halten uns wieder links und gelangen auf dem Deichweg entlang der Flussaue zurück nach Criewen. Etwa 1 km länger, aber umso schöner ist die Rücktour direkt an der Oder und mitten durch die Aue. Dazu folgen wir ab der Brücke der Ausschilderung in Richtung (Natur)Beobachtungsturm. Hier lassen sich u.a. verschiedene Enten- und Gänsearten, Reiher und Adler beobachten. Weiter geht es entlang der Oder, dann am Abzweig links durch die Polderwiesen wandern. Unbedingt im Vorfeld im Nationalparkhaus die Begehbarkeit des Polderweges erfragen – bei andauernden Niederschlägen und im zeitigen Frühjahr sind die Polder oft geflutet. Bald erreichen wir Criewen, wo die Möglichkeit zur Einkehr in Gaststätte oder Café besteht.

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