„Unser Dorf hat Zukunft“

Unser Dorf hat Zukunft

In diesem Jahr war es wieder soweit, der um ein Jahr verschobene Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ findet 2021 und 2022 statt.

Der Landkreis Uckermark hatte im Februar 2021 zur Teilnahme am 11. Kreiswettbewerb aufgerufen und die Städte und Kommunen um Unterstützung gebeten. Gefragt waren wieder Beiträge von Ortschaften, die sich der Verbesserung der Zukunftsperspektive in ihren Dörfern sowie der Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum auf die Fahnen geschrieben haben.

Mit Ablauf der Bewerbungsfrist zur Teilnahme am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ haben sich vier Orte für den Wettbewerb beworben:

Die Sparkasse Uckermark hat sich auch in diesem Jahr wiederum freundlicherweise bereit erklärt, den Dorfwettbewerb als Sponsor mit 5.000 € zu unterstützen.

Der Sieger aus dem Kreiswettbewerb wird dann weiter in den Wettbewerb auf Landesebene gegeben und der Landessieger aus Brandenburg wiederum zum 27. Bundeswettbewerb an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Grundsätze der Bewertung

Mit dem 11. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sollen bürgerschaftliches Engagement und beispielhafte Beiträge zur zukunftsfähigen Entwicklung der Dörfer und ländlichen Orte angeregt und herausgestellt werden. Grundlage der Bewertung der Wettbewerbsbeiträge ist eine komplexe Betrachtung des Dorfes. Bei der Beurteilung des erreichten Standes und der Grundlagen für die Entwicklung wird nicht nur das Erscheinungsbild der Dörfer bewertet, sondern vor allem die Aktivitäten für eine ganzheitliche Dorfentwicklung. Wesentlich ist, wie die soziale und kulturelle Integration von Jung und Alt und wie die Sicherung der Lebensqualität in den ländlichen Kommunen gelingt. Unterschiedliche Voraussetzungen werden berücksichtigt. Die Leistungen der Dörfer werden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Ausgangslage und der bestehenden Potenziale bewertet. Es soll deutlich werden, welche Ziele sich die Gemeinde gesetzt hat und was getan wurde, diese Ziele zu erreichen – gemäß dem Motto: „Was wollen wir? Was haben wir erreicht? Was ist noch zu tun?“

Die Bewertung basiert auf den nachfolgenden beschriebenen fünf Bereichen, die wie folgt in die Bewertung eingehen:

• Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
• Soziale und kulturelle Aktivitäten
• Baugestaltung und -entwicklung
• Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft
• Gesamteindruck

Bewerber:

Amt Gramzow Gemeinde Oberuckersee OT Potzlow/Strehlow

Feste feiern auf dem Dorf mit viel Platz für aktive Freizeit und schöne Ausblicke
Potzlow ist gemeinsam mit Strehlow ein Ortsteil der Gemeinde Oberuckersee. Der Ort ist eingebettet von Wiesen und Feldern und den Wasserflächen des Potzlower Sees. Das Ortsbild wird von liebevoll restaurierten Häusern, neuen Häusern, Ställen sowie der Kirche mit Marktplatz gestaltet. Kaum Grundstücke sind in einem unbewohnten Zustand, viele Grundstücke befinden sich in Privatbesitz, in den letzten Jahren fanden vermehrt Zuzügler eine neue Heimat in Potzlow bzw. Strehlow. Die landschaftliche Lage, der Einkaufsladen, Kita, Arzt, Kirche und ein aktives Gemeindeleben mit Sportvereinen und Feuerwehr sowie eine Reihe von Unternehmen machen Potzlow und Strehlow zu liebenswerten Orten.

Stadt Angermünde OT Mürow

Aktives Dorfleben mit idyllischem Dorfteich und Gutshaus am Lenné-Park
Im Herzen des Ortes, liegt der von alten Trauerweiden und historischen Bauwerken umgebene Dorfteich. Der malerische Blick über den Teich auf die aus dem 13. Jahrhundert stammende evangelische frühgotische Feldsteinkirche, vermittelt einen faszinierenden Eindruck von dörflichen Leben im Einklang mit der Natur. Die ca. 368 starke Einwohnerschaft profitiert durch die ruhige ländliche Lage des Ortes am Rande der Welseniederung und der doch so attraktiven Nähe zur Stadt. Sport, Kultur, Denkmal und Heimatpflege sind durch die aktiven Vereine stets präsent.

Stadt Prenzlau OT Blindow

Vor den Toren Prenzlaus als idealer Rückzugsort mit Geschicht, Potential und Ehrenamt
Blindow liegt etwa 3 km nörlich von Prenzlau entfernt mitten in von landwirtschaftlich geprägten Flächen und ist über die B109 und einem straßenbegleitenden Radweg gut an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen. Von der Hochfläche des nördlichen Dorfes bietet sich ein hervorrangender Ausblick über die Uckerniederung. Die Freiwillige Feuerwehr, die „Blindow-Girls“, die Kirchgemeinde und der Dorfplatz sind die zentralen Orte und Menschen die immer wieder zum Treff und Austausch der Blindower einladen und gemeinsam neue Ideen spinnen…

Gemeinde Nordwestuckermark OT Gollmitz

Am Strom mit restaurierter Wassermühle, Mehrgenerationenhaus und Landrunde
Gollmitz, am nörlichen Rand des Naturpark Uckermärkische Seen lockt Gäste zum Wandern auf der Uckermärker Landrunde oder zum Besuch in der Wassermühle mit seinen sagenumwogenen Mühlenkonzerten und seit neuestem Bierbraukursen. Gleichzeitig stellt der für seinen Einwohner ob Groß ob Klein einen wunderbaren Ort zum Leben. Die Senioren-WG im ehemaligen Gutshaus, diverse Vereine, ein Artz, die neue Grundschule und der Tante-Emma Laden machen ihn einfach lebenswert. Und feiern können die Gollmitzer auch schon aus Tradition. Das kürzliche Festjubiläum zum 725jährigen Bestehen hat es Einwohnern und Gästen wiedereinmal bewiesen.

Die Jury aus verschiedensten Vertretern vom Landfrauenverein, der Regionalentwicklung, Tourismus, dem Umweltamt, Kreisentwicklung, Denkmalschutz und Bauordnung trafen auch im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbes wieder auch beeindruckende Menschen und besonderes Engagement für ihre Orte.

Die Entscheidung für den diesjährigen Wettbewerbssieger wird in Kürze bekannt gegeben.

Wir sind gespannt und wünschen schon jetzt allen Orten weiterhin viel Kraft und Mut für das was kommt und was sie sich natürlich für ihren Ort und seine Einwohner wünschen!

Kontakt und Ansprechpartner
https://www.uckermark.de/index.phtml?NavID=1897.33&La=1

Wassermühle Gollmitz – Tourism for Future

In unserer Serie „Tourism for Future“ stellen wir nachhaltig wirtschaftende Tourismusunternehmen in der Uckermark vor. Wir bleiben in dieser Folge bei den Beherbergungsbetrieben und stellen diesmal Jana und Kai Rogozinski von der Wassermühle Gollmitz im Naturpark Uckermärkische Seen vor.

Der Drehtag: Ein Freitagmittag, Ende August. Ein kompletter Ferienwohnungswechsel steht an, d.h. morgens vier Abreisen, nachmittags vier Anreisen, dazwischen putzen, aufräumen, alles frisch herrichten – und das Interview aufnehmen. Kai Rogozinski nimmt es gelassen. Schnell ist ein lauschiges Plätzchen am Strom, der direkt an der Mühle entlang fließt, gefunden. Als Berliner war Rogozinski auf der Suche nach einer Mühle. Hier in der Uckermark hat er die Wassermühle Gollmitz gefunden und größtenteils selbst restauriert. Altes erhalten, ist sein Motto. Natürliche Baustoffe wie Holz und Lehm geben dem historischen Bauwerk Harmonie.

Die Interviewerin Silke Rumpelt (tmu GmbH) verbindet mit dem Objekt ein ganz persönliches Erlebnis: „Auf Diplomarbeitsrecherche nach historischen Mühlen in der Uckermark traf ich auf die Wassermühle Gollmitz. Damals, 2004, war es eine einzige Baustelle, die Restaurierung voll im Gange. Ich glaube, auch Kai Rogozinski hatte sich zu der Zeit in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, welches Kleinod einmal daraus entstehen würde.“ Und das ist es in der Tat: ein denkmalgeschütztes Objekt liebevoll saniert mit vier Ferienwohnungen, einem Veranstaltungsraum im historischen Mühlenambiente, ein großer Garten mit Sitz- und Rückzugsmöglichkeiten, eine Sauna im Gartenhäuschen und nicht zuletzt ein sich drehendes Wasserrad, das regenerativen Strom für das Haus produziert. Neben dem klassischen Urlaub werden Events wie die Mühlenkonzerte, Kurse wie das Bierbrauen und seit kurzem auch Trauungen im Mühlenraum angeboten. 2010 gab es dafür den Uckermärkischen Tourismuspreis. Seit 2012 ist die Wassermühle Partner im Netzwerk Ferien für‘s Klima. Und am Ende des Interviews stehen auch schon die ersten neuen Gäste vor der Tür…