Treibholz Lychen – Tourism for Future

Treibholz Lychen - Tourism for Future

Jeden Monat stellen wir hier ein Tourismusunternehmen in der Uckermark in einem kleinen Filmbeitrag vor. Zuletzt stellten wir im April das Unternehmen Alte Schule Stegelitz vor und für den Mai haben wir ein Interview mit dem Naturcampingpark Rehberge geführt. Jetzt im Juni besuchten wir die Firma Treibholz Lychen. Marcus Thum, Inhaber der Firma Treibholz, wirkt äußerlich ruhig und besonnen, aber die aktuelle Situation lässt auch ihn nicht kalt. Das Gruppengeschäft ist quasi zum Erliegen gekommen. 2/3 seiner Umsätze generiert er daraus. Das Musikfloß kann in diesem Jahr nicht stattfinden, immerhin 13 Konzerte, die ersatzlos wegfallen. „Unabhängig von den Umsätzen, das geht einem selbst sehr nahe. Die zwischenmenschliche Ebene ist schon schmerzlich.“, sagt er betroffen.

1998 hat Marcus Thum das kleine Unternehmen gegründet. Treibholz bietet Kanuverleih, öffentliche und private Floßfahrten sowie das Musikfloß und beschäftigt heute drei feste Mitarbeiter. Daneben arbeitet Marcus Thum mit einer Reihe freier Mitarbeiter zusammen. Das macht die unverwechselbare Atmosphäre aus, wie er sagt. Das merken auch die Gäste.

Treibholz hat eine besondere Tradition von Lychen aufgegriffen. Die historische Flößerei ist seit etwa 1720 hier nachgewiesen. Sie diente in der ursprünglichen Form dem Bauholztransport, vor allem Kiefernholz, bis nach Berlin und Hamburg. Die Flößerei war wichtiger Erwerbszweig und Arbeitgeber in der Region. Mit der zunehmenden Verlagerung des Transports auf die Straße, verlor die Flößerei an Bedeutung. Das letzte Floß legte 1975 in Lychen ab. 1997 wurde das erste Gästefloß in Lychen eingeweiht und das Floßfahren eher ein romantisches Freizeiterlebnis. Seit 2008 darf sich Lychen offiziell „Flößerstadt“ nennen. Die Stadt liegt immerhin zwischen sieben Seen inmitten des Naturparks Uckermärkische Seen. Seit 1996 ist Lychen zudem staatlich anerkannter Erholungsort. Wassersport wie Kanufahren, Stand up Paddling, Angeln und Bootstouren sowie Aktivitäten rund um das Wasser wie Radfahren und Wandern entlang der Seen stehen hoch im Kurs.

Nach mittlerweile über 20 Jahren im Geschäft, betont Marcus Thum, wie wichtig gut funktionierende Netzwerke und verlässliche Partner im ländlichen Raum sind: „Die kann man nicht einfach austauschen, weil er mir nicht passt.“ Sein Geschäft läuft auf und mit dem Wasser. Doch der Wassermangel in der Landschaft und die sinkenden Wasserstände in den Seen nach den letzten zwei trockenen Sommern sind deutlich sichtbar. Das Kanufahren in einem der schönsten Reviere Norddeutschlands wird zunehmend schwieriger. Er wünscht sich „Viel, viel Regen!“ Für einen Touristiker eher ungewöhnlich.

Das Wetter und die Stimmung zu den offenen Gärten passten zusammen! [Gastbeitrag]

Was war das für ein Wochenende am 13./14.06.2020. Wir hatten unseren Garten wieder mal geöffnet. Kurz nach 10:00Uhr kamen die ersten Besucher. Alle ein wenig vorsichtig, denn die Corona Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Aber unser Garten ist groß genug, so dass man sich gut aus dem Weg gehen konnte. Nach diesen Hinweisen von uns, waren auch alle sehr einsichtig.

Es lag aber so eine Gewitterschwüle den ganzen Tag in der Luft. Endlich kam dann am Nachmittag der schon lange ersehnte Regen. Die Besucher nahmen diesen mit Gelassenheit hin und freuten sich mit uns über einige Liter, die dem Boden mit den Pflanzen guttaten. Danach hatten wir noch die Öffnungszeiten ausgedehnt.

Päonie

Die Besucher freuten sich über die noch blühenden Pfingstrosen, die Rosen, die jetzt immer mehr in Blüte kommen, die seltenen Baumarten, fragten wie wir die Wasserversorgung geregelt haben, wo das Biotop geblieben ist, die wunderschöne rote Mohnkante usw. Viele Besucher sind „Wiederholungstäter“. Sie kommen zu verschiedenen Jahreszeiten oder in bestimmten Jahresabständen zu uns. Erkennen dann auch genau, was sich verändert hat. Lesen auch hier im Blog und sind dadurch sehr gut informiert.

Päonie

Einige haben sich auch eine Reiseroute über die Tage zusammengestellt. So bringen es manche, sage und schreibe, auf bis zu 10 Gärten an 2 Tagen. Darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein!

Am Sonntag war die Luft schön rein und es hatte sich abgeregnet. Die Besucher kamen mit Fahrrädern, Cabriolets, zu Fuß und natürlich mit den Autos. Es war ein reges Treiben. Die Uckermark und ihre verschiedenen Landschaftsformationen lösten viel Freude aus. Da auch Frau Munser in unserem Ort geöffnet hatte, war es zum Verweilen besonders schön. Mehrere Gärten in einem Ort erspart Wege und zeigt, wie Gärten doch verschieden sein können, sowie es die Menschen auch sind.

Wir werden auch in den Sommermonaten Juli und August wieder öffnen. Genau am 18./19.07.und 15./16.08.2020 jeweils von 10:00- 18:00 Uhr.

Bis dahin haben wir auch noch einige Vorhaben, die wir noch erledigen wollen.

Mohn

Abgesehen von dem Wässern der Pflanzen, falls uns wenig Regen zusteht, der 1. Schnitt auf unser Frühjahrsblüherwiese, von dem roten Mohn die Samen ernten, Buchs und Hecken schneiden usw.

Ein Gärtner hat immer und zu allen Tageszeiten zu tun!!!

Erwin und Regina Klaus
Landschaftsgarten Christianenhof
✆ +49 39852 3699
rueklaus@t-online.de

Holunderblütensirup

selbstgemacht, saisonal & lecker

Gerade wird man quasi überall am Wegesrand oder sogar im eigenen Garten von dem besonderen Duft der Holunderblüten verwöhnt. An geschützen Standorten und ohne viel Verkehr lohnt es sich ein paar der Blüten vorsichtig zu pflücken z.B. um sich seinen eigenen Holunderblütensirup herzustellen. Dazu den oberen Blütenstand, die Dolgen behutsam abschneiden und am besten in einem Korb für den Transport ablegen. Mit ca. 20 – 30 Blüten kann man sich ganz einfach zu hause den leckeren Sirup herstellen. Um kleine Insekten oder lose und trockenen Blütenreste zu entfernen, empfiehlt sich ein Sieb oder Netz zum lockeren Ausschütteln oder Lagerung über Nacht. Zur Vorbereitung für den aromatischen Sirup muss ein Sud zubereitet werden. Hierzu 1 Liter Wasser, 1 kg normalen Haushaltszucker und 2 in Scheiben geschnittene Bio-Zitronen kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den heiße Zuckersud über die gereinigten Blütendolden gießen und für 2 bis 3 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen. Anschließend muss der Sud durch ein Baumwolltuch gefiltert und abgegossen werden. Der Sirup kann nun in kleine Glasflaschen abgefüllt werden. Fest verschlossen und am besten an einem kühlen und lichtgeschützen Standort lagern. Nach Lust und Laune und natürlich nach Anlass den Sirup mit kaltem Wasser oder zur Verfeinerung für die hausgemachten Cocktails verwenden.

Anleitung:

  • 25 Holunderblütendolden sammeln
  • gut ausschütteln oder über Nacht in einem Sieb oder Netz lagern, sodass sich lose Blüten oder kleine Kriechtiere entfernen
  • Sud aus 1 Liter Wasser, 1 kg Zucker und Zitronenscheiben von 2 Zitronen aufkochen
  • über die Dolden geben und 2-3 Tage im Kühlschrank ziehen lassen
  • dann durch ein Tuch filtern und in Flaschen abfüllen

Tipp: Hübsch verpackt, ist der leckere Sirup auch eine tolle Geschenkidee im Sommer!

Naturcampingpark Rehberge – Tourism for Future

Tourism for Future - Naturcampingpark Rehberge

Jeden Monat stellen wir hier ein Tourismusunternehmen in der Uckermark in einem kleinen Filmbeitrag vor. Im Januar startete die Kampagne mit dem Feriendorf Groß Väter See, im Februar haben wir einen Blick hinter die Kulissen des Campingplatzes am Dreetzsee im Boitzenburger Land geworfen. Im März ging es in den kleinen Ort Dreesch mit dem Unternehmen Dreesch7 weiter und im April stellten wir das Unternehmen Alte Schule Stegelitz vor. Für den Mai haben wir ein Interview mit dem Naturcampingpark Rehberge geführt. Der Naturcampingpark Rehberge liegt direkt am Wurlsee etwas außerhalb von Lychen. Die Gäste schätzen die Natur, die Ruhe und die Klarheit des Sees.

Marina Braatz hat 2007 den Campingplatz von ihren Eltern übernommen und führt ihn jetzt mit ihrer Frau Linda Blacha. Sie verrät in dem neuen Beitrag der Video-Serie „Tourism for Future“ ihre Unternehmensphilosophie und ob sich eine nachhaltige Unternehmensführung lohnt. Dass hier jede Menge Herzblut drinsteckt, merkt man sofort. Der Campingpark ist u.a. Partnerbetrieb des Naturparks Uckermärkische Seen und Mitglied im Eco-Camping-Netzwerk. Neben den klassischen Stellplätzen für Zelte und Caravans gibt es verschiedene feste Unterkünfte in Holzbauweise – wie Glamping-Pod, Tiny House und Wohnwagen. Darüber hinaus stehen den Gästen ein Sandbadestrand am Wurlsee, die Leihbibliothek, Wlan, der große Spielplatz und verschiedene Sportmöglichkeiten (Tischtennis, Volleyball und Fußball) zur Verfügung.

Alte Schule Stegelitz – Tourism for Future

Alte Schule Stegelitz - Tourism for Future

Jeden Monat stellen wir hier ein Tourismusunternehmen in der Uckermark in einem kleinen Filmbeitrag vor. Im Januar startete die Kampagne mit dem Feriendorf Groß Väter See und im Februar haben wir einen Blick hinter die Kulissen des Campingplatzes am Dreetzsee im Boitzenburger Land geworfen. Im März ging es in den kleinen Ort Dreesch mit dem Unternehmen Dreesch7. Nun im April stellen wir das Unternehmen Alte Schule Stegelitz vor. Die beiden Uckermark-Liebhaber, Andreas Winter und Monika Danz schätzen seit langem die Region vor allem die naturräumliche Ausstattung mit den vielen Seen, die „Unvollständigkeit“ und das damit noch Vorhandensein von Möglichkeiten zur Gestaltung.

Seit Januar 2018 betreiben die beiden selbsternannten „Stadtflüchtlinge“ die Alte Schule in Stegelitz. Dem etablierten Standort in Mitten der Uckermark, direkt am Radfernweg Berlin-Usedom versuchen die beiden Stück für Stück neues Leben einzuhauchen und auch ihre Visionen von Ganzheitlichkeit einzubringen. Die alte Bausubstanz des Haupthauses, das Gästehaus und der große Garten bilden die Entwicklungspotentiale auf dem Anwesen nahe der Kirche im Ort. Neben dem eigenen Engagement auf dem Hof zur behutsamen Rekonstruierung mit nachhaltigen und ökologischen Baustoffen hat das Einbringen in die Dorfgemeinschaft und konkretes Handeln in vielen Projekten für Andreas Winter hohe Priorität. Besondere Potentiale für die weitere Entwicklung der Region sieht er in der Vernetzung von Akteuren und einem neuen „Behörden-Verständnis“.

Wochenmärkte und Hofläden

Eine schöne Alternative zum Online-Shop sind unsere Wochenmärkte und Hofläden, wo ihr nach wie vor frisches Obst, Gemüse, Wurst- und Fleischwaren, frischen und geräucherten Fisch sowie Backwaren und viele andere regionale Produkte bekommt. Typisch sind auch der Verkauf von Blumen und anderen Zierpflanzen.

Unterstütze deinen Wochenmarkt und Regionalladen und kaufe vor Ort!

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Dreesch7 – Tourism for Future

Dreesch7 - Tourism for Future

Jeden Monat stellen wir hier ein Tourismusunternehmen in der Uckermark in einem kleinen Filmbeitrag vor. Im Januar startete die Kampagne mit dem Feriendorf Groß Väter See und im Februar haben wir einen Blick hinter die Kulissen des Campingplatzes am Dreetzsee im Boitzenburger Land geworfen. Jetzt im März geht es weiter mit dem Unternehmen Dreesch7. Hier gibt es eine Ferienwohnung und man kann an kreativen Workshops teilnehmen. Aber das ist noch nicht alles. Was noch angeboten wird und welche Pläne es gibt, darüber wird im Video gesprochen.

Christiane Lünskens und Norbert Fliege haben in Dreesch bei Prenzlau einen alten Hof wieder zum Leben und Atmen gebracht. 2016 wurde die erste Ferienwohnung fertiggestellt. Der Raum zwischen Stall und Wohnhaus wurde zum Veranstaltungsort. Als Architekt und Bauunternehmer hat Norbert Fliege Erfahrung mit der Sanierung alter Gebäude. In der Werkstatt finden Workshops für Kreative statt. Mit dem SupperClub@Dreesch7 haben die beiden 2019 den Ideen-Sonderpreis des Tourismusverbandes Uckermark gewonnen. Einen Vorgeschmack auf ihre handgefertigten Unikate aus der Werkstatt sowie plastikfreie, Zero Waste Produkte sind im Online-Shop zu finden https://multiples-store.de

Online Shops in der Uckermark

Offline – was nun? Mein Lieblingsladen hat geschlossen. Wo bekomme ich mein Brot her? Blumen, Geschenkartikel, Kunsthandwerk…?
Viele regionale Anbieter in der Uckermark sind auch weiterhin für uns da!

Wir haben für Euch eine Liste mit möglichen Online Shops zusammengestellt. Viele Kleinunternehmen in der Uckermark bieten diesen Service an. Keiner muss aus dem Haus gehen. Ganz einfach bestellen und zu sich nach Hause liefern lassen!

Für jeden sollte etwas dabei sein. Schaut mal rein in den bunten Mix an Vielfalt!!

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Campingplatz am Dreetzsee – Tourism for Future

Artikelbild Campingplatz am Dreetzsee - Tourism for Future

Jeden Monat stellen wir hier ein Tourismusunternehmen in der Uckermark in einem kleinen Filmbeitrag vor. Im Januar startete die Kampagne mit dem Feriendorf Groß Väter See. Es ging u.a. um ökologisches Bauen, regionale Produkte in der Kantine und Umweltbildungsangebote. Jetzt im Februar gibt es einen Blick hinter die Kulissen des Campingplatzes am Dreetzsee im Boitzenburger Land.

Hans-Jürgen Döhring ist ein Macher. Seit über 20 Jahren betreibt er zusammen mit seiner Frau den Campingplatz am Dreetzsee bei Thomsdorf. Camping heißt Urlaub in und mit der Natur. Nirgendwo sonst ist man dem Morgennebel, Sonnenauf- und -untergang, Wind und Regen näher. Ökonomie und Ökologie unter einen Hut zu bekommen prägt auch die Unternehmensphilosophie der Döhrings. Zum Drehtermin empfängt uns Herr Döhring mit der hauseigenen Hebebühne. Die ist schnell an den Geländewagen gekoppelt. Ja, der Wagen schluckt viel, aber wird gepflegt und läuft. Ein Gegenentwurf zur weitverbreiteten Wegwerfmentalität. Die Hebebühne – normalerweise im Einsatz zum Baumschnitt – bringt Mario, Filmemacher der tmu, in luftige Höhen. Ein nicht alltägliches Erlebnis im Büro-Job. Von hier lassen sich die besten Aufnahmen der Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Sanitärgebäudes machen. Solarenergie wird nicht nur zur Strom- sondern auch zur Warmwassererzeugung auf dem Platz genutzt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: im Sommer sind die meisten Gäste da, dann wenn auch die Sonne am höchsten steht.

Weiter geht es zu Fuß über den weitläufigen, naturnah gestalteten Campingplatz. Der Wasserstand des Sees ist sichtbar zurückgegangen. Das ist nicht die einzige Folge der heißen, trockenen Sommer der vergangenen zwei Jahre. Die Bäume sind geschwächt, so dass Käferlarven den Kiefern zu schaffen machen. Die Bäume sterben zunehmend ab. Döhring pflanzt nach, aber nur Laubbäume wie Ahorn. Die sind widerstandsfähiger.

Eine Runde mit dem E-Mobil ist auch noch drin, geräuschlos und flott geht es direkt zu den Schlaffässern, ausgestattet mit dem Allernötigsten, ohne Schnickschnack – Minimalismus pur. Schließlich heißt Campen, möglichst viel draußen zu sein. Die Nachfrage ist hoch, und so sind einige weitere alternative Übernachtungsangebote in Planung.

Ohne ihre Mitarbeiter hätten es die Döhrings sicher nicht so weit gebracht. Aber auch Mitarbeiterführung und -motivation will gelernt sein. Fachkräftemangel, sagt Herr Döhring, kennt er nicht. Die Mitarbeiter in Unternehmensentwicklung und -entscheidungen einbinden, das schafft Identifikation und Zufriedenheit. „Es stellt sich nicht die Frage, OB wir nachhaltig wirtschaften, sondern WIE jeder bereit ist, seinen Anteil zu leisten. Wenn man im Unternehmen dabei Sachen initiiert, die die Mitarbeiter mittragen, ist man auf der Gewinnerseite.“, passender kann Herr Döhring den Drehtag auf dem Campingplatz am Dreetzsee nicht beenden.

Teamausflug oder Eine Winterwanderung in der Uckermark

Die einen machen eine klassische Weihnachtsfeier, die anderen einen Neujahrsempfang. Und wir verlassen ein mal im Jahr alle das Büro, um zusammen zu wandern und „neue“ Wege und Orte der Region zu erkunden. Die Uckermark ist Weitläufig und wir stammen alle aus verschiedenen Bereichen der Uckermark. So kennt nicht jeder alles und in manchen Orten war man noch nie oder es ist einfach lange her.

So haben wir uns an einem Dienstag im Januar in den kleinen Ort Annenwalde zwischen Templin und Lychen aufgemacht. Bekannt ist Annenwalde dem ein oder anderen sicher durch die Glaskunst der Familie Kothe. In Sichtweite der Glashütte parken wir unser Fahrzeug auf den Parkplatz an der Kirche. In der Glashütte entstehen viele Unikate wie Teller, Schalen oder Schmuck. Wer es noch etwas ausgefallener mag, der kann auch größere Objekte wie Sonnenuhren oder Skulpturen für den heimischen Garten in Auftrag geben.

Kirche Annenwalde

Hinter der Glashütte befindet sich der Gutspark, welcher auch eine Art Freiluftgalerie ist. Hier befinden sich einige Skulpturen und kleine Kunstgegenstände die man manchmal erst beim zweiten Blick entdeckt. Apropos Blick, den kann man von hier aus sehr gut über den Densowsee schweifen lassen. Der flache Densowsee (maximaltiefe 2,80m) ist ca 850m lang und 400m breit und wird bereits im Jahr 1373 urkundlich erwähnt.

Gutspark Annenwalde

Genau hier starten wir unsere rund 10 km lange Wanderung: wir folgen dem gelben Punkt in Richtung Süden immer am Ufer des Densowsees entlang. Mit etwas Glück können wir Schwäne, Enten oder sogar einen Biber entdecken. Trittsicherheit ist im Wald das A und O. Einige herabgestürzte Äste können schon mal auf dem Weg liegen oder Baumwurzeln aus der Erde ragen.

Schon bald kommen wir aus dem (Laub)Wald heraus und erreichen den Ragöserbach und die darüber führende Holzbrücke. Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher links zum Biber-Beobachtungspunkt am Densowsee. Der kurze Aufstieg zur Plattform des Beobachtungsturms wird mit einer tollen Aussicht über den See und das umliegende Feld belohnt.

Weiter geht es auf dem Feldweg Richtung Beutel. Wir erreichen den Ort nach ca. 1 km. Am Glockenturm im Fachwerkstil biegen wir rechts Richtung Beutelseen ab. Neben der Kopfsteinpflasterstraße geht es vorbei an alten Fachwerkhäusern Richtung Forsthaus Krams (Markierung gelbes Kreuz).

Beutel

Wer Baden möchte, biegt vorher ab und folgt der Wegweisung Richtung Großer Beutelsee.  Ab dem Forsthaus wechselt das Landschaftsbild und wir befinden uns mitten in der wunderschönen Heidelandschaft – Sandböden, Kiefern, Heidekraut, Moose und Birken wechseln sich ab.

Unterwegs um Beutel

Tipp: Im Spätsommer, wenn die Heide blüht, findet in Beutel das traditionelle Heideblütenfest statt. Neben vielen Informationen und Mitmachaktionen können Kutschfahrten und Wanderungen in die Heide unternommen werden.

An der nächsten großen Kreuzung (Höhe Kramssee) biegen wir rechts ab und folgen der Beschilderung zurück Richtung Annenwalde. In diesem Bereich ist es besonders wichtig, auf dem ausgeschilderten Weg zu bleiben. Die Flächen wurde früher als Truppenübungsplatz genutzt, was teilweise noch sichtbar ist und sind daher „Munitionsverseucht“.

Wenn die Heidelandschaft in Laubwald wechselt, sind wir nicht mehr weit von Annenwalde entfernt. Eine schöne Lindenallee geleitet uns zurück ins Dorf und zu unserem Ausgangspunkt.

Karte rund um Annenwalde

Kartenempfehlung: Verlag Dr. Barthel „Radwander- und Wanderkarte Templin, Zehdenick, Fürstenberg, Lychen“, 1: 50 000, bestellbar unter
www.tourismus-uckermark.de/prospekte
Infomaterial: Faltblatt „Unterwegs durch die „Kleine Schorfheide“

Bioladen & Café „Drei Haselnüsse“ Templin

Nach der Wanderung waren wir Hungrig und Durstig, also hielten wir auf dem Rückweg nach Prenzlau noch in Templin an. Wir wählten den Bioladen „Drei Haselnüsse“ für eine kleine Stärkung. Hier gibt es nicht nur regionale und Bio-Produkte, sondern auch einen kleinen Mittagstisch. Hier hat man immer zwei Gerichte zur Auswahl die vegetarisch oder Vegan sind.